Es gibt eine Generation, über die erstaunlich wenig geredet wird. Die Boomer haben ihre Debatten, die Generation Z ihre Schlagzeilen. Dazwischen liegt die Generation X, grob die Jahrgänge 1965 bis 1980. Sie steht mitten in dem, was Soziologen die Rushhour des Lebens nennen: Karriere auf dem Höhepunkt, Kinder noch im Haus oder gerade flügge, und immer öfter Eltern, die selbst Unterstützung brauchen. Wer soll sich da auch noch um sich selbst kümmern? Genau darum geht es hier.
Die Sandwich-Position
Viele aus der Generation X versorgen in zwei Richtungen gleichzeitig: nach unten die eigenen Kinder, nach oben die alternden Eltern. Dazu kommen Beruf, Haus, Finanzen und die leise Frage, wie die eigene zweite Lebenshälfte aussehen soll. In dieser Lage passiert mit dem eigenen Wohlbefinden meistens dasselbe wie mit dem Zahnarzttermin: Es wird verschoben. Nicht abgesagt, nur verschoben. Monatelang.
Warum sich Hinschauen jetzt doppelt lohnt
Mit den Jahren verändert sich der Körper, das ist völlig normal. Der Stoffwechsel arbeitet anders, die Regeneration dauert länger, die Muskulatur will aktiver gepflegt werden als mit 25. Das ist kein Grund zur Sorge, aber ein guter Grund für Aufmerksamkeit. Die erfreuliche Nachricht aus der Forschung: Gewohnheiten wirken in jedem Alter. Wer heute anfängt, regelmäßiger zu gehen, bunter zu essen und besser zu schlafen, tut etwas für die kommenden Jahrzehnte. Welche Faktoren dabei das meiste Gewicht haben, liest du im Beitrag Longevity im Alltag.
Vier Ansatzpunkte ohne Lebensumbau
1. Muskeln sind dein Konto für später
Krafttraining klingt nach Fitnessstudio und Hantelbank, kann aber auch heißen: zweimal pro Woche Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, Kniebeugen beim Zähneputzen, der schwere Einkauf bewusst getragen. Muskulatur ist wie ein Konto, auf das man am besten regelmäßig einzahlt.
2. Eiweiß und Vielfalt auf dem Teller
Mit zunehmendem Alter lohnt ein Blick auf die Eiweißzufuhr und die Vielfalt der Mahlzeiten. Quark, Hülsenfrüchte, Fisch, Nüsse, dazu viel Gemüse in allen Farben. Wer verstehen will, was hinter Vitaminen und Mineralstoffen steckt, findet die Grundlagen unter Mikronährstoffe einfach erklärt.
3. Schlaf ernst nehmen wie einen Termin
Viele aus der Generation X haben gelernt, dass wenig Schlaf ein Zeichen von Leistungsbereitschaft sei. Die Forschung sieht das längst anders. Sieben bis acht Stunden sind kein Luxus, sondern Arbeitsgrundlage, gerade in verantwortungsvollen Jahren.
4. Den eigenen Status kennen statt raten
Ab der Lebensmitte zahlt sich Klarheit aus: regelmäßige Vorsorgetermine wahrnehmen und beim Hausarzt auch die eigene Nährstoffversorgung ansprechen. Messen schlägt Vermuten, immer.
Der erste Schritt dauert zwei Minuten
Niemand muss mit 50 sein Leben umkrempeln. Aber jeder kann in zwei Minuten herausfinden, wo er gerade steht. Genau dafür gibt es den Wohlbefinden-Check: neun ehrliche Fragen, sofortiges Ergebnis, keine Anmeldung. Und wenn du danach Fragen hast, sprich mich einfach an. Ich bin selbst Jahrgang Generation Babyboomer-Grenze und kenne die Rushhour aus eigener Erfahrung.
Winfried Altmann schreibt auf Gesundheitseffekt über Wohlbefinden, Longevity und Mikronährstoffe. Aus Naumburg in Nordhessen, seit über 20 Jahren im Markt, Produkt Co-Founder bei ALEONN. Sein Anspruch: ehrlich informieren statt überreden. Mehr auf altmann24.de