Grundlagen · von Winfried Altmann · Lesezeit etwa 6 Minuten

Mikronährstoffe einfach erklärt: Die kleinen Helfer im Hintergrund

Stell dir deinen Körper als großen Betrieb vor. Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße sind der Strom und das Baumaterial. Aber wer hält die Maschinen am Laufen, schmiert die Zahnräder und sorgt dafür, dass jedes Werkzeug am richtigen Platz liegt? Das erledigen die Mikronährstoffe. Klein in der Menge, groß in der Wirkung.

Die drei Familien der Mikronährstoffe

Vitamine

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Körper überwiegend nicht selbst herstellen kann. Bekannte Beispiele mit offiziell zugelassenen Aussagen der europäischen Lebensmittelbehörde: Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, Vitamin B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Solche Formulierungen klingen sperrig, sind aber wissenschaftlich geprüft. Genau daran erkennst du seriöse Information.

Mineralstoffe

Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium braucht der Körper in etwas größeren Mengen. Magnesium zum Beispiel trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei, Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt. Beides sind ebenfalls zugelassene Aussagen.

Spurenelemente

Spurenelemente wie Eisen, Zink und Selen kommen nur in winzigen Spuren im Körper vor. Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei, Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Klein heißt hier keineswegs unwichtig.

Gut zu wissen: Mikronährstoffe liefern keine Energie wie Kalorien. Sie sind eher die Werkzeuge, mit denen der Körper seine täglichen Aufgaben erledigt.

Woher kommen Mikronährstoffe?

Die Basis ist und bleibt der Teller. Eine bunte, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und hochwertigen Eiweißquellen deckt einen großen Teil des Bedarfs. Eine einfache Faustregel: Je bunter und unverarbeiteter dein Einkaufswagen, desto besser die Ausgangslage.

Im echten Leben sieht der Alltag allerdings oft anders aus. Termine, Kinder, Zeitdruck, das schnelle Brötchen zwischendurch. Wie groß die Lücke zwischen satt und gut versorgt sein kann, erkläre ich im Beitrag über den versteckten Hunger.

Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel?

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, das schreibt schon der Gesetzgeber vor, und das unterschreibe ich voll. Sie können aber je nach Lebenssituation eine Ergänzung sein. Wer es genau wissen will, spricht mit Arzt oder Apotheker und lässt im Zweifel die eigene Versorgung überprüfen. Das ist seriöser als jede Pauschalempfehlung aus dem Internet.

Drei Fragen, die du dir stellen kannst

  • Wie viele Portionen Gemüse und Obst lande ich an einem normalen Wochentag wirklich?
  • Wie oft esse ich frisch Gekochtes statt stark Verarbeitetes?
  • Weiß ich überhaupt, wie meine Versorgung aussieht, oder vermute ich nur?

Wenn du bei diesen Fragen ins Grübeln kommst, ist der Wohlbefinden-Check ein guter nächster Schritt. Er dauert zwei Minuten und zeigt dir, wo dein Alltag steht.

WA

Winfried Altmann schreibt auf Gesundheitseffekt über Wohlbefinden, Longevity und Mikronährstoffe. Aus Naumburg in Nordhessen, seit über 20 Jahren im Markt, Produkt Co-Founder bei ALEONN. Sein Anspruch: ehrlich informieren statt überreden. Mehr auf altmann24.de

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information über Ernährung und Lebensstil. Die genannten nährstoffbezogenen Aussagen entsprechen den von der EU zugelassenen Health Claims. Der Beitrag enthält keine Heilaussagen und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.