Digitales Wohlbefinden · von Winfried Altmann · Lesezeit etwa 8 Minuten

Handystrahlung reduzieren: Tipps des BfS im Alltag

Handystrahlung bewegt viele Menschen. Ich trenne in diesem Beitrag drei Dinge: die messbare Funkexposition, die Empfehlungen des Bundesamts für Strahlenschutz und meine eigenen Erfahrungen mit einem ALEONN-Produkt. Wer Funk bewusst reduzieren möchte, soll die Möglichkeiten und ihre Grenzen kennen.

Kurzantwort: Abstand zum Smartphone, Freisprechen und guter Empfang verringern die Belastung durch das Handy am Kopf. Ein kabelgebundenes Headset sendet selbst kein Bluetooth-Signal. Ein Bluetooth-Headset funkt zusätzlich mit geringer Leistung. Aus der bloßen Funkübertragung folgt jedoch kein belegter Gesundheitsschaden.

Wie gefährlich ist Handystrahlung wirklich?

Ehrlich und ohne Panik: Bei Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte gibt es nach heutigem Stand keinen belegten gesundheitlichen Schaden. Die Weltgesundheitsorganisation hat hochfrequente elektromagnetische Felder vorsorglich als möglicherweise krebserregend eingestuft. Das klingt dramatischer, als es ist, denn diese Einstufung bedeutet vor allem, dass die Datenlage nicht abschließend geklärt ist, nicht dass ein Schaden bewiesen wäre. Genau daraus folgt das Vorsorgeprinzip: Man muss nicht in Angst leben, aber man kann die eigene Belastung mit ein paar Handgriffen sinnvoll niedrig halten.

Der SAR-Wert in einem Satz: Er zeigt, wie viel Sendeleistung vom Gewebe aufgenommen wird. In der EU liegt der Grenzwert für den Kopf bei 2,0 Watt pro Kilogramm. Beim nächsten Handykauf lohnt der Blick auf ein Modell mit niedrigem SAR-Wert.

Sechs Schritte, die deine Belastung wirklich senken

Die folgenden Schritte verändern die Nutzung des Smartphones unmittelbar. Sie sind unabhängig davon sinnvoll, ob du zusätzlich ein Produkt ausprobieren möchtest.

1. Abstand, Freisprechen oder Kabel

Mit mehr Abstand zum Handy nimmt die Belastung am Kopf deutlich ab. Nutze die Freisprechfunktion oder ein kabelgebundenes Headset und lege das Smartphone dabei nicht direkt an den Körper. So bleibt der Nutzen des Abstands nachvollziehbar.

2. Bei wenig Empfang lieber warten

Bei schlechtem Empfang, etwa im Keller oder während der Fahrt, kann das Smartphone mit höherer Leistung senden. Telefonate bei gutem Empfang und mit Abstand zum Gerät verringern die Funkexposition am Kopf. Die Anzeige der Empfangsbalken ist nur eine grobe Orientierung.

3. Schreiben statt telefonieren

Eine Nachricht hältst du nicht an den Kopf. Wer viel unterwegs kommuniziert, senkt seine Kopf-Belastung schon dadurch spürbar, dass er öfter tippt statt telefoniert.

4. Das Handy nicht am Körper tragen, während es sendet

Beim Verbindungsaufbau und beim Musik- oder Videostreaming über Mobilfunk lieber nicht in der Hosentasche direkt am Körper. Tasche oder Tisch sind die ruhigere Wahl.

5. Abends Abstand zum Handy schaffen

Lege das Gerät nicht direkt ans Kopfkissen. Flugmodus oder ein Platz außerhalb des Schlafzimmers kann die Funkexposition verringern und hilft dir, Benachrichtigungen und Bildschirmlicht am Abend auszublenden.

6. Bei Kindern bewusster begrenzen

Für Kinder sind kurze Telefonate, guter Empfang und Abstand zum Handy praktische Vorsorgeschritte. Freisprechen oder ein kabelgebundenes Headset vermeidet zusätzlich einen Bluetooth-Sender direkt am Ohr.

Bluetooth-Headset oder Kabel: Wo liegt der Unterschied?

Ein Bluetooth-Headset sendet selbst hochfrequente Signale nahe am Ohr, in der Regel mit wesentlich geringerer Leistung als ein Smartphone. Es ist deshalb nicht „funkfrei“. Die Belastung durch das Handy am Kopf kann sinken, während eine zusätzliche, kleinere Funkquelle am Ohr bleibt. Wer jede Funkquelle am Ohr vermeiden möchte, wählt Freisprechen oder ein kabelgebundenes Modell. Eine pauschale Aussage, Bluetooth sei gesundheitsschädlich, lässt sich aus dem Senden allein nicht ableiten.

Schutzprodukte und Guards: Erfahrung und Wirknachweis trennen

Für „Schutzprodukte gegen Elektrosmog“ sieht das Bundesamt für Strahlenschutz keinen notwendigen oder geeigneten Gesundheitsschutz. Das ist eine allgemeine Bewertung. Bei einem konkreten Produkt muss klar sein, welche Eigenschaft behauptet wird und mit welcher Methode sie überprüft wurde. Persönliche Erfahrungen verdienen eine ehrliche Beschreibung, belegen aber keine Verringerung der Funkbelastung oder gesundheitliche Wirkung.

Was ein Test beantworten müsste: Eine gemessene Abschirmung kann den Empfang beeinflussen. „Harmonisierung“ ist eine andere Behauptung und keine Messgröße für weniger Funkleistung. Für Aussagen über Feldstärke oder Gesundheit braucht es einen definierten Versuchsaufbau, geeignete Kontrollen und unabhängig nachvollziehbare Ergebnisse.

Ich verwende den ALEONN Radiation Q-Guard und mache damit persönlich gute Erfahrungen. Zugleich bin ich Produkt Co-Founder bei ALEONN und habe ein wirtschaftliches Interesse. Meine Beobachtung ist mein eigener Eindruck. Ich kann daraus keinen objektiven Schutz vor Strahlung und keine gesundheitliche Wirkung für andere Menschen ableiten.

Wir nutzen ALEONN Q-Guards auch in unserem Elektroauto, einem Cupra Born. Auf Fahrten fühle ich mich persönlich weniger schnell müde und erlebe meine Konzentration als besser. Ich bin von meiner Erfahrung begeistert und finde es sinnvoll, sich eine eigene Meinung zu bilden. Ob die Guards dafür verantwortlich sind, kann ich daraus nicht feststellen: Tagesform, Schlaf, Strecke und Pausen spielen ebenfalls eine Rolle. Wenn ich beim Fahren müde werde, halte ich an und mache eine Pause.

Innenraum unseres Cupra Born mit zwei ALEONN Q-Guard-Aufklebern am Bildschirm
Unser Cupra Born: Die Aufnahme zeigt die Verwendung der Aufkleber, keine Messung ihrer Wirkung.

Was die vorliegende Tesla-Auswertung zeigt

Eine mir vorliegende, zweiseitige Produktevaluierung des Vereins „Mein Kompass“ vom 12. Mai 2026 vergleicht zwei Fahrten einer Person in einem Tesla: am 13. März mit ALEONN-Produkten und am 14. März ohne. Für die Teilrubrik „Job“ stehen mit Produkten eine durchschnittliche Herzfrequenz von 61 gegenüber 71 Schlägen pro Minute und ein HRV-Wert r-MSSD von 23,46 gegenüber 16,96. Der Tagesdurchschnitt der Herzfrequenz liegt in beiden Fahrten bei 69; beim Tageswert r-MSSD steht 19,69 mit Produkten gegenüber 20,53 ohne.

Ich finde die Beobachtung interessant und möchte weiter eigene Erfahrungen sammeln. Aus zwei Fahrten an verschiedenen Tagen lässt sich aber keine Wirkung der Produkte ableiten. Der Bericht nennt weder eine Messung elektromagnetischer Felder noch Rohdaten oder eine kontrollierte Wiederholung. Er belegt damit keine Abschirmung, weniger Müdigkeit oder bessere Konzentration. Mein Eindruck aus dem Cupra Born ist zudem keine Messung dieses Tesla-Versuchs.

ALEONN Q-Guards: Was ich selbst prüfen möchte

ALEONN zeigt weitere Produktdarstellungen und Bilder. Die hier gezeigte Vorher-nachher-Grafik der „Aurafotografie“ zur Body Q-Card ist eine farbige Visualisierung; aus ihr lässt sich weder die Funkfeldstärke noch eine gesundheitliche Wirkung ablesen. Auch Dunkelfeldaufnahmen allein würden solche Aussagen nicht belegen. Ich möchte die verschiedenen Guards kennenlernen und persönliche Beobachtungen mit nachvollziehbaren Messungen klar auseinanderhalten.

Wenn du dir das Produkt und die Angaben des Herstellers selbst ansehen möchtest: ALEONN Radiation Q-Guard im Shop. Als Produkt Co-Founder habe ich ein wirtschaftliches Interesse an ALEONN. Die Vorsorgeschritte oben bleiben unabhängig von einem Kauf sinnvoll.

Der größere Hebel heißt digitales Wohlbefinden

Viele möchten neben der Funkexposition auch ständige Unterbrechungen verringern. Schalte nicht nötige Benachrichtigungen aus und lege handyfreie Zeiten fest. So gewinnst du bewusste Pausen im Alltag.

Wenn du magst, findest du meinen persönlichen, ruhigen Umgang mit Handy und Bildschirm samt der kleinen Begleiter, die ich dafür nutze, drüben auf altmann24.de. Ohne Angst, ohne Heilversprechen.

Das Wichtigste in Kürze

Für die alltägliche Vorsorge sind Abstand, guter Empfang und eine bewusste Nutzungsdauer die klaren Schritte. Bluetooth ist eine zusätzliche Funkquelle am Ohr; Freisprechen und Kabel kommen ohne sie aus. Meine positiven Erfahrungen mit den ALEONN Q-Guards sind persönlich. Die bisher vorliegende Tesla-Auswertung zeigt Unterschiede zwischen zwei Fahrten, aber keine nachgewiesene Schutzwirkung. Dafür braucht es eine geeignete, nachvollziehbare Prüfung.

WA

Winfried Altmann schreibt auf Gesundheitseffekt über Wohlbefinden und bewusstes Technikverhalten. Er lebt in Naumburg in Nordhessen und ist Produkt Co-Founder bei ALEONN. Seine Erfahrungen mit den Q-Guards sind persönliche Eindrücke. Mehr über Winfried Altmann

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er enthält keine Heilaussagen und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Genannte Empfehlungen zur Vorsorge orientieren sich am Bundesamt für Strahlenschutz.

Quellen zur Einordnung: BfS: Vorsorge beim Telefonieren; BfS: kabellose In-Ear-Kopfhörer; BfS: Schutzprodukte gegen Elektrosmog.