Morgens um halb sieben das erste Kind wecken, parallel Brotdosen packen, dann Kita, Job, Einkauf, Hausaufgaben, Abendessen, Wäsche, und irgendwann um 21 Uhr sitzt man auf dem Sofa und fragt sich, wo der eigene Akku geblieben ist. Kommt dir das bekannt vor? Dann ist dieser Beitrag für dich. Keine Sorge, es folgt keine Liste mit zehn neuen Pflichten. Eher das Gegenteil.
Warum gerade Eltern sich selbst vergessen
Eltern kleiner Kinder sind Weltmeister im Versorgen anderer. Das Kind bekommt das frisch geschnittene Obst, selbst isst man die Reste vom Kinderteller im Stehen. Das Kind hat feste Schlafenszeiten, die eigenen rutschen Richtung Mitternacht, weil der Abend die einzige freie Zeit ist. Dieses Muster ist verständlich und gleichzeitig der Hauptgrund, warum die eigene Energie schleichend sinkt. Der wichtigste Gedanke dieses Beitrags lautet deshalb: Gut für dich zu sorgen ist kein Egoismus. Es ist die Voraussetzung dafür, dass du langfristig für andere da sein kannst.
Fünf kleine Hebel, die in einen vollen Alltag passen
1. Iss mit, nicht nach
Wer für Kinder kocht, kocht oft schon ausgewogener als für sich allein. Nutze das: Setz dich dazu und iss dieselbe Mahlzeit, statt später irgendetwas Schnelles nachzuschieben. Eine Mahlzeit zubereiten, alle versorgen, fertig.
2. Wasser sichtbar machen
Eine gefüllte Flasche auf dem Schreibtisch, eine auf der Küchenzeile, eine im Auto. Trinken klappt am besten, wenn man nicht daran denken muss. Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
3. Bewegung huckepack nehmen
Extra Sportstunden sind mit kleinen Kindern oft Illusion. Aber Bewegung lässt sich huckepack in den Alltag packen: der Spielplatzweg zu Fuß, Toben statt Zuschauen, das Laufrad-Tempo mitgehen. Kinder sind die ehrlichsten Personal Trainer der Welt.
4. Der bunte Wocheneinkauf
Eine einfache Regel für den Einkaufswagen: mindestens fünf Farben aus der Gemüse- und Obstabteilung. Das erhöht die Vielfalt auf dem Teller fast automatisch. Warum Vielfalt so wichtig ist, erkläre ich im Beitrag über den versteckten Hunger.
5. Den Abend nicht komplett opfern
Der Late-Night-Serienmarathon ist verlockend, weil er nach Freiheit schmeckt. Aber er bezahlt die Freiheit mit dem nächsten Morgen. Ein Kompromiss, der funktioniert: an zwei oder drei Abenden pro Woche bewusst früher abschalten. Nicht perfekt, aber spürbar.
Anspruch runter, Wirkung rauf
Vergiss die Instagram-Eltern mit ihren perfekt gestylten Lunchboxen. Im echten Familienleben gewinnt nicht, wer alles richtig macht, sondern wer ein paar gute Dinge regelmäßig macht. Fang mit einem einzigen Hebel an, nicht mit allen fünf.
Wenn du wissen willst, wo dein Alltag gerade steht, mach den Wohlbefinden-Check. Zwei Minuten, neun Fragen, ehrliches Ergebnis. Und falls dich interessiert, was hinter dem Begriff Longevity steckt, der gerade überall auftaucht: Longevity im Alltag räumt mit dem Hype auf.
Winfried Altmann schreibt auf Gesundheitseffekt über Wohlbefinden, Longevity und Mikronährstoffe. Aus Naumburg in Nordhessen, seit über 20 Jahren im Markt, Produkt Co-Founder bei ALEONN. Sein Anspruch: ehrlich informieren statt überreden. Mehr auf altmann24.de